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Die Deutsche Zoologische Gesellschaft zeichnet den Biopsychologen der Ruhr-Universität Bochum für seine hervorragenden und originellen Leistungen aus.
Der Bochumer Biopsychologe und Neurowissenschaftler Prof. Dr. Dr. h. c. Onur Güntürkün wird mit dem Wissenschaftspreis der Deutschen Zoologischen Gesellschaft (DZG) ausgezeichnet. Die DZG würdigt damit seine herausragenden Beiträge zum Verständnis der Evolution von Gehirn und Kognition. Die Preisverleihung fand im Rahmen der 118. Jahrestagung der DZG in Münster statt.
Nach drei Jahren zeigt sich: Positive Effekte der Therapie können langfristig anhalten.
Vor fast drei Jahren sorgten erste Behandlungsergebnisse mit CAR-T-Zellen bei schwer an Myasthenia gravis erkrankten Patient*innen für große Aufmerksamkeit. Einige von ihnen hatten zuvor trotz intensiver Therapien erhebliche Einschränkungen im Alltag. Nach der einmaligen Behandlung mit gentechnisch veränderten körpereigenen Immunzellen verbesserte sich ihr Zustand zum Teil deutlich.
Die International Graduate School of Neuroscience (IGSN) ruft Bochumer Schüler*innen der Klassen 3 und 4 zum Malwettbewerb auf.
Unser Gehirn meistert jeden Tag unendlich viele Aufgaben in rasender Geschwindigkeit. Dabei wiegt es nur so viel wie eine Ananas und verbraucht die gleiche Menge Energie wie eine Glühbirne. Es kann gleichzeitig unzählige Aufgaben ausführen und ist dabei schneller als ein Computer. Wie können wir dem Gehirn helfen, gesund und fit zu bleiben?
Beim Brain Day am 16. September steht einen Nachmittag lang die Bochumer Neurowissenschaft im Blickpunkt: mit Vorträgen, Informationen und Mitmachaktionen.
Wie aktiviert das Gehirn die körpereigene Apotheke? Sind Krähen so schlau wie Schimpansen? Warum sind soziale Berührungen für die Gesundheit so effektiv? Um solche Fragen geht es einmal im Jahr an der Ruhr-Universität Bochum. Dann lädt die Neurowissenschaft zum Brain Day ins Veranstaltungszentrum ein, um das komplexeste menschliche Organ von ganz neuen Seiten zu präsentieren.
Am 15. Oktober 2026 setzen wir das Format BrainBusiness fort und schaffen erneut einen Raum für den Austausch zwischen Wissenschaft, Versorgung und Wirtschaft.
In diesem Jahr liegt der Fokus auf die Erforschung und Behandlung neurologischer (neuromuskulärer) Erkrankungen und den Grundlagen für Therapien von psychsomatischen Beschwerden und Schmerzen.
Das High-Performance-Computing-Cluster an der RUB wird erweitert. Die hinzukommende Rechenleistung steht primär der Kognitions- und Neurowissenschaft zur Verfügung. Aber auch andere Bereiche können davon profitieren.
Mit dem Forschungsbau THINK bekommt die Theoretische und Integrative Neuro- und Kognitionswissenschaft an der Ruhr-Universität Bochum im Herbst 2026 ein neues Zuhause. Rund 2 Millionen Euro des Budgets fließen dabei in die Infrastruktur eines Hochleistungsrechners.
Einblicke in eine faszinierende Welt - darum geht es einmal pro Jahr an der Ruhr-Universität Bochum, wenn die Neurowissenschaftler*innen zum BRAIN DAY ins Veranstaltungszentrum einladen.
Ein Tag im Zeichen der Bochumer Neurowissenschaften mit Vorträgen, Informationen und Mitmachaktionen. Alle Besucher*innen sind eingeladen zu schauen, zu hören, zu fühlen, nachzufragen und mitzumachen. Auch im Jahr 2026 arbeitet das Organisations-Team des BRAIN DAY's wieder daran, für seine Gäste ein spannendes Angebot zusammenzustellen.
Nervenzellen im Gehirn kommunizieren über chemische Botenstoffe. Diese Botschaften werden durch vielfältige Rezeptorproteine interpretiert. An einem speziellen Rezeptorkomplex wurden überraschende Beobachtungen gemacht.
Die Funktion eines speziellen Rezeptorkomplexes haben Forscherinnen am Lehrstuhl Zelluläre Neurobiologie von Prof. Dr. Andreas Reiner in enger Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern in New York untersucht.
Bestimmte Online-Inhalte wirken auf Personen mit problematischer Internetnutzung unbewusst besonders anziehend. Diese Erkenntnis könnte helfen, Trainings zu entwickeln, um die Sucht zu überwinden.
Spiele, Shopping, Social Media, Pornografie: Das Internet bietet zahlreiche Verlockungen. Während die meisten Menschen maßvoll damit umgehen, entwickeln manche ein Suchtverhalten. Eine multizentrische Studie mit über 1.000 Testpersonen zeigt, dass bei Leuten mit problematischer Internetnutzung dieser automatische und unbewusste Sog jedoch deutlich ausgeprägter ist.
Als nächste Verwandte der Wirbeltiere sind sie bedeutende Modellorganismen. Nun haben Forschende dank modernster Bildgebung neue Erkenntnisse über ihre Anatomie erhalten.
Sie sind das evolutionäre Bindeglied zwischen Wirbeltieren und Wirbellosen, weshalb Seescheiden in den vergangenen Jahren zu einem wertvollen Probanden für biologische Studien geworden sind. Erstmals konnte nun Forschende der RUB ausgeprägte Autofluoreszenz in Halocynthia papillosa, einer von über 3.000 Arten, nachweisen.
Ziel ist es, die Wechselwirkungen zwischen Gehirn, Körper und Verhalten besser zu verstehen und diese Erkenntnisse für Krankheitsprävention und Therapie nutzbar zu machen.
Am 13. Mai 2026 fand das Eröffnungssymposium des Zentrums für Medizinische Psychologie und Translationale Neurowissenschaften in Bochum statt.
Spazieren, Treppensteigen, Hausarbeit: Eine Metastudie zeigt, wie Alltagsbewegung mit unserer Stimmung im täglichen Leben assoziiert ist.
Bewegung tut gut – das ist allgemein bekannt. Dennoch sind viele Menschen im Alltag zu wenig körperlich aktiv. Da das Wissen um die positiven Auswirkungen von Bewegung offenbar nicht genügt, um Verhaltensänderungen zu initiieren, rücken zunehmend Stimmungs- und Emotionsfaktoren in den Fokus der Wissenschaft.
Wie, wann und wo erinnern wir uns an wirklich Erlebtes – das wollen Bochumer Philosophen und Neurowissenschaftler im Schulterschluss ergründen.
Wie schaffen wir es, uns an vergangene Erfahrungen zu erinnern? Und wie verlässlich ist unser Gedächtnis? Diese Fragen beschäftigen die Menschheit seit der Antike. Und sie sind auch aktiver Forschungsgegenstand an der Ruhr-Universität. Seit 2010 arbeiten der Neuroinformatiker Prof. Dr. Sen Cheng und der Philosoph Prof. Dr. Markus Werning fächerübergreifend zusammen, um den Mechanismen unseres Gedächtnisses auf die Schliche zu kommen.
Ein neues Standardwerk gibt klinisch tätigen Behandelnden Hinweise für die ganzheitliche Therapie von Erkrankungen wie Reizdarmsyndrom, Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa.
Eine aktuelle Übersichtsarbeit beschreibt erstmalig Informationen und Leitlinien für Fachkräfte, die Patient*innen mit Störungen der Darm-Hirn-Achse betreuen, und fasst evidenzbasierte psychosoziale Ansätze zusammen. Erstautorin des in der Zeitschrift "Gastroenterology" erschienenen Beitrags ist Prof. Dr. Sigrid Elsenbruch.
Unter Stress können sich Menschen schlechter räumlich orientieren. Warum das so ist, haben Bochumer Forschende herausgefunden.
Das Stresshormon Cortisol stört das Navigationssystem des Gehirns. Es beeinträchtigt die Funktion der sogenannten Gitterzellen, die für die Orientierung entscheidend sind. Das zeigten Forschende der Ruhr-Universität Bochum in einer bildgebenden Studie mit 40 Personen. Die Teilnehmenden absolvierten ein virtuelles Navigationsexperiment, während ihre Gehirnaktivität im Kernspintomografen aufgezeichnet wurde.
Ein interdisziplinäres Team entwickelt Schutzmaßnahmen für Brain Computer Interfaces und andere Neurotechnologien.
Neurotechnologien wie Gehirn-Computer-Schnittstellen und neuromodulatorische Implantate haben sich rasant entwickelt. Was lange als Science-Fiction galt, findet heute Anwendung in der medizinischen Therapie – von der Wiederherstellung motorischer Funktionen bis hin zur Behandlung neurologischer Erkrankungen. Damit wächst jedoch auch eine bislang unterschätzte Herausforderung: die Cybersicherheit neurotechnologischer Systeme.
Aktiviert man bei Mäusen bestimmte Gehirnzellen, verlernen sie Furcht schneller. Diese Erkenntnisse liefern neue Ansatzpunkte für das Verständnis von Angststörungen.
Ein Team um Dr. Katharina Spoida vom Lehrstuhl Allgemeine Zoologie und Neurobiologie der RUB hat nun nachgewiesen, dass sich das Verlernen von Furchtreaktionen beeinflussen und beschleunigen lässt: Wird ein bestimmter Typ von Nervenzellen im Gehirn aktiviert, zeigen Mäuse eine deutlich schnellere Abschwächung erlernter Furchtreaktionen. Die Forschenden berichten im Nature Journal „Translational Psychiatry“ vom 10. Januar 2026.
Forschungsergebnisse befeuern neue Ansätze in der Psychologie, psychedelische Substanzen unter ärztlicher Kontrolle zur Therapie bestimmter Krankheitsbilder einzusetzen.
Zur Behandlung von Angststörungen und Depressionen werden u.a. psychedelisch wirksame Substanzen unter ärztlicher Kontrolle eingesetzt. Wie sie Wahrnehmung und Bewusstsein beeinflussen, ist ungeklärt. Ein Team aus Hong Kong, Singapur und der RUB konnte nun im Tiermodell zeigen, dass Sehprozesse verstärkt auf Hirngebiete zugreifen, die Gedächtnisinhalte u. Assoziationen abrufen.
Mitochondrien dienen nicht nur der Energiegewinnung, sondern haben vielfältige Funktionen innerhalb von Zellen.
Strukturelle und funktionelle Eigenschaften von Mitochondrien prägen ihre Rolle als Signalorganellen – mit weitreichenden Konsequenzen für Immunantworten, Entzündungsprozesse und Erkrankungen. Ein Forschungsteam unter der Leitung von Prof. Dr. Konstanze F. Winklhofer vom Institut für Biochemie und Pathobiochemie der Ruhr-Universität Bochum gibt einen Überblick über ihre vielfältigen Funktionen.