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Ziel ist es, die Wechselwirkungen zwischen Gehirn, Körper und Verhalten besser zu verstehen und diese Erkenntnisse für Krankheitsprävention und Therapie nutzbar zu machen.
Am 13. Mai 2026 fand das Eröffnungssymposium des Zentrums für Medizinische Psychologie und Translationale Neurowissenschaften in Bochum statt.
Am 15. Oktober 2026 setzen wir das Format BrainBusiness fort und schaffen erneut einen Raum für den Austausch zwischen Wissenschaft, Versorgung und Wirtschaft.
In diesem Jahr liegt der Fokus auf die Erforschung und Behandlung neurologischer (neuromuskulärer) Erkrankungen und den Grundlagen für Therapien von psychsomatischen Beschwerden und Schmerzen.
Spazieren, Treppensteigen, Hausarbeit: Eine Metastudie zeigt, wie Alltagsbewegung mit unserer Stimmung im täglichen Leben assoziiert ist.
Bewegung tut gut – das ist allgemein bekannt. Dennoch sind viele Menschen im Alltag zu wenig körperlich aktiv. Da das Wissen um die positiven Auswirkungen von Bewegung offenbar nicht genügt, um Verhaltensänderungen zu initiieren, rücken zunehmend Stimmungs- und Emotionsfaktoren in den Fokus der Wissenschaft.
Ein neues Standardwerk gibt klinisch tätigen Behandelnden Hinweise für die ganzheitliche Therapie von Erkrankungen wie Reizdarmsyndrom, Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa.
Eine aktuelle Übersichtsarbeit beschreibt erstmalig Informationen und Leitlinien für Fachkräfte, die Patient*innen mit Störungen der Darm-Hirn-Achse betreuen, und fasst evidenzbasierte psychosoziale Ansätze zusammen. Erstautorin des in der Zeitschrift "Gastroenterology" erschienenen Beitrags ist Prof. Dr. Sigrid Elsenbruch.
Unter Stress können sich Menschen schlechter räumlich orientieren. Warum das so ist, haben Bochumer Forschende herausgefunden.
Das Stresshormon Cortisol stört das Navigationssystem des Gehirns. Es beeinträchtigt die Funktion der sogenannten Gitterzellen, die für die Orientierung entscheidend sind. Das zeigten Forschende der Ruhr-Universität Bochum in einer bildgebenden Studie mit 40 Personen. Die Teilnehmenden absolvierten ein virtuelles Navigationsexperiment, während ihre Gehirnaktivität im Kernspintomografen aufgezeichnet wurde.
Ein interdisziplinäres Team entwickelt Schutzmaßnahmen für Brain Computer Interfaces und andere Neurotechnologien.
Neurotechnologien wie Gehirn-Computer-Schnittstellen und neuromodulatorische Implantate haben sich rasant entwickelt. Was lange als Science-Fiction galt, findet heute Anwendung in der medizinischen Therapie – von der Wiederherstellung motorischer Funktionen bis hin zur Behandlung neurologischer Erkrankungen. Damit wächst jedoch auch eine bislang unterschätzte Herausforderung: die Cybersicherheit neurotechnologischer Systeme.
Aktiviert man bei Mäusen bestimmte Gehirnzellen, verlernen sie Furcht schneller. Diese Erkenntnisse liefern neue Ansatzpunkte für das Verständnis von Angststörungen.
Ein Team um Dr. Katharina Spoida vom Lehrstuhl Allgemeine Zoologie und Neurobiologie der RUB hat nun nachgewiesen, dass sich das Verlernen von Furchtreaktionen beeinflussen und beschleunigen lässt: Wird ein bestimmter Typ von Nervenzellen im Gehirn aktiviert, zeigen Mäuse eine deutlich schnellere Abschwächung erlernter Furchtreaktionen. Die Forschenden berichten im Nature Journal „Translational Psychiatry“ vom 10. Januar 2026.
Forschungsergebnisse befeuern neue Ansätze in der Psychologie, psychedelische Substanzen unter ärztlicher Kontrolle zur Therapie bestimmter Krankheitsbilder einzusetzen.
Zur Behandlung von Angststörungen und Depressionen werden u.a. psychedelisch wirksame Substanzen unter ärztlicher Kontrolle eingesetzt. Wie sie Wahrnehmung und Bewusstsein beeinflussen, ist ungeklärt. Ein Team aus Hong Kong, Singapur und der RUB konnte nun im Tiermodell zeigen, dass Sehprozesse verstärkt auf Hirngebiete zugreifen, die Gedächtnisinhalte u. Assoziationen abrufen.
Mitochondrien dienen nicht nur der Energiegewinnung, sondern haben vielfältige Funktionen innerhalb von Zellen.
Strukturelle und funktionelle Eigenschaften von Mitochondrien prägen ihre Rolle als Signalorganellen – mit weitreichenden Konsequenzen für Immunantworten, Entzündungsprozesse und Erkrankungen. Ein Forschungsteam unter der Leitung von Prof. Dr. Konstanze F. Winklhofer vom Institut für Biochemie und Pathobiochemie der Ruhr-Universität Bochum gibt einen Überblick über ihre vielfältigen Funktionen.